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In den 1960er-Jahren trainierte Richard O
Barry Delfine für die Fernsehserie Flipper und war damit Wegbereiter für eine
millionenschwere Industrie. Delfinarien, Delfine als Therapiebegleitung, für
militärische Zwecke und für Zoos alle wollten jetzt mit den ewig lächelnden
Säugern arbeiten. Doch woher all diese Tiere stammen und wer sie unter welchen
Umständen fängt, blieb im Dunkeln. Bis Ric O Barry es nicht mehr aushielt, Teil
dieser Industrie zu sein. Er begann zu kämpfen, befreite einzelne Tiere aus der
Gefangenschaft und stieß schließlich auf ein Zentrum des Delfinfangs: Eine
kleine, versteckte Bucht in Japan. Dort werden die Delfine eingekesselt,
gesichtet, aussortiert, verfrachtet. Und die Tiere, die nicht schön genug, groß
genug, intelligent genug scheinen, werden getötet. Jedes Jahr wieder, von März
bis September, werden die Tiere zu Tausenden abgeschlachtet, sodass das Wasser
der Bucht von ihrem Blut rot gefärbt ist. Ihr mit Quecksilber hoch belastetes
Fleisch wird zum Teil falsch als Walfleisch etikettiert und in die Supermärkte
gebracht. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, hat Richard O Barry unter
abenteuerlichen Umständen einen Dokumentarfilm über die Geschehnisse in der
Bucht im japanischen Taiji gedreht. Ab Oktober 2009 läuft dieser Film in den
deutschen Kinos, ab Februar 2010 in Österreich und der Schweiz. Einer der
Begleiter von Richard O Barry ist der schweizer Journalist Hans Peter Roth.
Zusammen mit O Barry beschreibt er nicht nur in dramatischen Bildern das
Geschehen in der Bucht, sondern liefert darüber hinaus Hintergrundinformationen
über Delfine und Delfinarien weltweit, über die brisanten Dreharbeiten und das
langsam einsetzende Umdenken bei den Verantwortlichen und in der japanischen
Bevölkerung.
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